top of page

Traumabonding verstehen: Wenn die Wunde die Bindung bestimmt

„Nicht jede tiefe Liebe ist tragfähig. Manche Beziehungen berühren nicht das Herz – sondern eine offene Wunde.“

Hattest du schon einmal das Gefühl, in einer Beziehung festzustecken, die dir eigentlich nicht guttut, von der du dich aber einfach nicht lösen kannst? Wenn Schmerz sich wie Liebe anfühlt und die Sehnsucht die Logik besiegt, stecken wir oft in einem sogenannten Traumabonding (oder auch: Traumabindung) fest.


Es ist mir wichtig, eines vorab zu sagen: Traumabonding ist kein Zeichen von Schwäche oder mangelnder Selbstliebe. Es ist ein hochkomplexer, biologischer Überlebensmodus unserer Psyche und unseres Nervensystems. Um dir zu helfen, dieses Gefühlschaos besser zu verstehen und zu ordnen, habe ich eine detaillierte Mindmap für dich erstellt. In meinem aktuellen Podcast gehen wir diese Punkte gemeinsam durch – hier findest du die wichtigsten Kernbereiche im Überblick:



Traumabonding Mindmap zum Download
Übersicht Traumabonding als Grafik

1. Die innere Wahrheit spüren

Oft sendet unser Körper Warnsignale, lange bevor unser Kopf es wahrhaben will. Daueranspannung, die Angst vor Verlust oder eine ständige Unruhe im Kontakt sind Zeichen dafür, dass wir unsere eigenen Grenzen übergehen.

2. Warum es sich wie Liebe anfühlt (Der biochemische Cocktail)

Traumabonding funktioniert wie eine Sucht. Der ständige Wechsel zwischen Hoch- und Tiefphasen flutet unser Gehirn mit Dopamin (Kick), Oxytocin (Bindung) und Cortisol (Stress). Dieser Cocktail macht es so schwer, den Absprung zu schaffen.

3. Der Ursprung in der Kindheit

Unsere frühen Bindungserfahrungen sind die Blaupause für unser späteres Liebesleben. Erfahrungen wie emotionale Vernachlässigung, inkonsistente Nähe oder die sogenannte Parentifizierung (wenn Kinder die Verantwortung für Eltern übernehmen) lassen uns „Liebe“ oft mit „Anpassung“ gleichsetzen.

4. Was hier wirklich bindet

Es ist oft nicht die Realität der Beziehung, die uns hält, sondern die Hoffnung. Wir verwechseln das Wiedererkennen alter Wunden mit tiefer Seelenverwandtschaft und hoffen darauf, dass der Schmerz von damals heute geheilt wird.

5. Warum einer nicht bleiben kann

In toxischen Dynamiken wird Nähe oft als Bedrohung erlebt. Rückzug, Abwertung und die Angst vor Entlarvung führen dazu, dass eine stabile, sichere Bindung für das Gegenüber kaum möglich ist.

6. Heilung & Rückbindung

Der Weg aus dem Traumabonding führt über die Rückbindung an dich selbst. Es geht darum:

  • Die eigene Wunde zu erkennen.

  • Die Hoffnung von dieser einen Person zu entkoppeln.

  • Das Nervensystem zu regulieren.

  • Liebe für dich selbst neu zu definieren.

Die Mindmap "Traumabonding" zum Mitnehmen

Hier kannst du die Grafik "Traumabonding" als PDF herunterladen:

Möchtest du tiefer in dieses Thema eintauchen? Im Podcast besprechen wir diese Punkte ausführlich und ich zeige dir Wege auf, wie du dich aus diesen verstrickten Mustern lösen kannst.

🎧 Hier geht es zur Podcast-Folge auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=O0Qwkrbe9Gw]

 
 
 

Kommentare


bottom of page